Was migriert überhaupt?

Um dieser Frage nachzugehen, muss der Aufbau der verschiedenen Farbsysteme betrachtet werden.

UV Offset

konv. Offset

Bei den UV-Farben gilt das Hauptaugenmerk den Photoinitiatoren, welche durch Einwirkung von UV-Strahlung zerfallen und bei einer eventuell unzureichenden Durchhärtung nicht vollständig
in den Druckfarbenfilm eingebunden werden. Auch die Bindemittelbasis der jeweiligen Druckfarben kann Träger potenzieller Migranten sein, sei es durch Verunreinigungen oder z.B. durch nicht eingebundene Monomere. Von der Rohstoffseite betrachtet weisen besonders Stoffe mit geringem
Molekulargewicht ein stärkeres Migrationspotenzial auf. Im UVBereich zerfallen beispielsweise die
Photoinitiatoren in sehr kleine Spaltprodukte. J+S hat spezielle Konzepte entwickelt, um diesen Gefahren der Migration zu begegnen.
Grundsätzlich werden krebserregende und das Erbgut verändernde Stoffe von der Produktion ausgeschlossen. Im Bereich des konventionellen Offsetdrucks wird auf schwermetallhaltige Trockner verzichtet. Durch sorgfältige Recherche und Auswahl von Rohstoffen konnten Öle und Harze gefunden werden, die keine Spaltprodukte bilden. Ebenso akribisch wird bei der Auswahl der Pigmente vorgegangen. Bei den Fettsäureestern fällt die Wahl auf bewährte Stoffe.

In der UV-Technologie kommen hochmolekulare Photoinitiatoren
zum Einsatz; alternativ kann auch auf selbstinitiierende Bindemittel zurückgegriffen werden. In UV-Systemen, welche ihren Einsatz bei Lebensmittelverpackungen finden, kommen bei J+S nur aufwendig gereinigte Bindemittel zum Einsatz, und darüber hinaus wird im Bindemittelkomplex
der Anteil der Monomere auf ein Minimum reduziert.